Dienstag, 24. Dezember 2013

Interview 7GO!

7GO! bringt nationale und internationale Persönlichkeiten in Zeitschriften und TV-Programme. Sie haben u.a. ein Interview mit Josefine Preuß geführt. Dieses Interview wurde von 7GO!-Redakteur Lukas Jahn geführt.

Wir haben für Euch die zauberhafte Josefine Preuß zu ihrer Rolle im ZDF-Zweiteiler Die Pilgerin und ihren Weihnachtstraditionen befragt. Anbei findet Ihr eine kleine Auswahl der Interviewfragen. Viel Spaß!

Im Januar bist Du im ZDF-Mehrteiler „Die Pilgerin" zu sehen. Was können die Zuschauer und vor allem Deine Fans von diesem Film erwarten?
Einen unterhaltsamen Abenteuerfilm, der nicht nur hoffentlich sehr realistisches Mittelalter zeigt, sondern auch einfach Spaß und Lust macht, dieser mutigen jungen Frau auf ihrer Abenteuerreise zu folgen.

Im Film spielst Du eine deutlich erwachsenere Rolle als z.B in „Türkisch für Anfänger" - wie fühlt sich das für Dich als Schauspielerin an?
Für mich als Darstellerin ist es einfach toll, so unterschiedliche Sachen wie möglich spielen zu dürfen und sich dann dafür eben auch zu verändern. Einen größeren Unterschied als zwischen ‚Türkisch für Anfänger' und ‚Der Pilgerin' gibt es einfach nicht. Alles, was ganz weit weg von der privaten Josefine ist, reizt mich und das möchte ich spielen.

Wenn Du Tilla Willinger mit wenigen Sätzen beschreiben müsstest, was würdest Du sagen?
Tilla ist eine starke, junge und mutige Frau, die sich in einer sehr brutalen, männerdominierten Welt zu behaupten weiß und dabei eben auch an ihre Grenzen stößt, als sie den letzten Willen ihres Vaters erfüllen möchte. Sie macht sich auf den Weg und verliert an einigen Stellen auch ihren Glauben, weil ihr unmögliches passiert. Zum Schluss entwickelt sie sich sehr stark und ist auf jeden Fall nicht mehr die gleiche.

Gibt es Parallelen, die Du zwischen Dir persönlich und Deinem Charakter - Tilla Willinger - siehst? Vom Verhalten oder der Denkensweise her?
Ich denke, dass ich für meinen Vater auch so einiges tun würde. An sich ziehe ich aber auch nicht gerne Vergleiche. Das ist eine Rolle, die ich spiele und das ist mein Job. Wichtig ist dann einfach, dass wenn ich eine Rolle verkörpere, dass ich ihre Beweggründe verstehe, ihr folgen kann, sie sehr lieb habe und verteidigen kann. Es ist sogar schön, wenn es keine Parallelen gibt.

Für die Dreharbeiten zu „Die Pilgerin" musstest Du Dich von einem Großteil Deiner Haare trennen. Was war das für ein Gefühl für Dich und sind dabei - wenn auch vielleicht nur innerlich - ein paar Tränen geflossen? Nicht nur innerlich, auch äußerlich natürlich! Da muss man sich erstmal dran gewöhnen - ich habe mich im Spiegel nicht mehr erkannt. Da muss man aber auch einfach mal diese persönliche Eitelkeit hintenanstellen und sagen: ‚Das ist für die Rolle, das ist für den Film!'. Und ganz ehrlich, bei diesen ganzen Aktionen, die wir da machen mussten - durchs Wasser, rennen, springen, reiten, kämpfen und flüchten - steht es für mich einfach außer Frage, mich nur emotional auf eine Rolle einzustellen. Vielmehr möchte ich ihr eben auch äußerlich so nah wie möglich kommen. Das ist mein Job.

Welche Szene im Film ist Deine absolute Lieblingsszene bzw., was hat Dir besonders Spaß gemacht, zu drehen?
Alles! Ich finde diesen ganzen Weg, die Bilder, die Kamera und die Landschaften einfach toll. Und ich finde, man darf diesen Film auch nicht zerstückeln. Was ich ganz süß finde, ist die Szene, in der Sebastian und Tilla diesen kleinen Wettlauf machen, weil das einfach süß inszeniert ist. Was ich auch ganz toll finde, sind die Kampfszenen. Da haben sich unsere Jungs monatelang drauf vorbereitet und das sieht einfach toll aus.

Im Film begibt sich Tilla aus einem Grund auf die Pilgerreise: sie führt das Herz ihres Vaters mit sich. Jährlich stellen sich unglaublich viele Leute der Pilgerreise über den Jakobsweg, wäre das auch etwas für Dich?
Auf gar keinen Fall! Ich bin der lauffaulste Mensch der Welt! Bei einer Kurzstrecke von 300m nehme ich mir schon ein Taxi.

Du stellst Dich dieses Jahr einer Großzahl an Filmprojekten - ist da eigentlich noch Zeit für ein bisschen Privatleben?
Natürlich. Das Privatleben fängt an, wenn ich mich abends abgeschminkt habe. Dann habe ich auch jeden Tag noch Privatleben. Der Drehtag geht ja nicht 24 Stunden.

In sechs Tagen ist Weihnachten: wie sehen Deine Weihnachtsvorbereitungen aus und was hast Du für Pläne für die Festtage?
Ich muss mich da gar nicht drauf vorbereiten. Ich fahre ganz klassisch zu meinen Eltern und verbringe dort Weihnachten. Die haben im besten Fall schon alles gemacht: der Baum ist geschmückt und meine Mutter kocht. Eigentlich ist Weihnachten immer ein echt guter Urlaub. In meiner eigenen Wohnung habe ich nichts an Deko, weil ich da einfach nicht der Typ für bin. Ehrlich gesagt, bin ich auch noch nicht wirklich in Weihnachtsstimmung. Das hat vor allem mit den 12 Grad hier in Berlin zu tun. Was mir schon jetzt auf den Keks geht, sind betrunkene Weihnachtsmarktbesucher und ‚Last Christmas' kann ich schon seit Anfang November nicht mehr hören.

Abgesehen von dem Vorsatz, weiterhin so großartige Filme zu machen, was ist Dein absoluter Vorsatz für das Neue Jahr?
Menschen zum Lachen und zum Weinen zu bringen. Und jeden Tag ein bisschen mehr zu lächeln, als den vorherigen.

"Die Pilgerin" gibt es am 05. und 06. Januar 2014 um jeweils 20.15 Uhr im ZDF!


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