Freitag, 4. September 2015

Lotta & das ewige Warum


http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/2461542/Lotta-&-das-ewige-Warum
Der Film in ganzer Länge in der ZDF-Mediathek.






Der Ausstrahlungstermin von "Lotta & das ewige Warum" steht fest: Do, 3.9.2015, 20:15 Uhr, ZDF.
Josefine wird zur Presse-Vorbereitung am 22.7. beim ZDF-Interviewtag in Hamburg anwesend sein und Journalisten für Interviews zur Verfügung stehen.

Inhalt
Fortsetzung der "Lotta"-Reihe um die moderne Pippi Langstrumpf, verkörpert von Josefine Preuß. In der Reihe durchläuft die sympathische, aber eigensinnige Heldin aus "Schwielow" (irgendwo in Brandenburg) wichtige Stationen des Lebens, wobei sie sich gehörig mit Strukturen, Obrigkeiten, Hierarchien und Sachverhalten herumschlägt und - auf ihre Weise - einen Weg aus dem Dickicht des modernen Lebens findet.
Mit dem Physikum in der Tasche hat Lotta (Josefine Preuß) allen bewiesen, dass Kind und Studium einander nicht ausschließen. Nun muss sie sich den existentiellen Fragen des Lebens stellen! In Sachen Liebe scheint alles gut zu laufen: David (Golo Euler) ist aus Indien zurückgekehrt und hat eine Stelle im Krankenhaus beim renommierten Prof. Dr. Bieler (Hans-Werner Meyer) angenommen. Doch Lotta macht die Vorstellung, eine feste Bindung einzugehen, vielleicht sogar zu heiraten und gemeinsam in einem Einfamilienhaus zu leben, gehörig Angst. Und genau deshalb will sie sich dieser Idee stellen - Lotta, Töchterchen Lilo (Cloé Heinrich) und David ziehen für einige Wochen zusammen. Lilo schließt schnell Freundschaft mit dem Nachbarsjungen, doch die Erwachsenen haben Anpassungsschwierigkeiten in der neuen Situation. Davids Mutter Katharina (Fanny Stavjanik) und Lottas Vater Meinolf (Frank Röth) hingegen genießen heimlich zusammen einen zweiten Frühling. Schließlich trifft Lotta auf den Lebenskünstler Paul Ostern (Branko Samarovski), der dringend ärztliche Behandlung braucht, aber keine Krankenversicherung hat. Schafft es Lotta ein weiteres Mal, alles unter einen Hut zu bekommen und dabei sich selbst treu zu bleiben?

Interview mit Josefine Preuß
Frau Preuß, Lotta geht schon in die vierte Runde. Wie hat sich Lotta in Ihren Augen verändert und entwickelt?
Josefine Preuß: Die vierte Folge führt Lotta weiter auf dem Weg zum Erwachsenwerden - sie entwickelt sich permanent beruflich, ackert für ihr Medizinstudium und steht nun kurz vor dem Physikum. Auch das mit dem Kind kriegt sie gut hin. Dabei wartet sie sehnsüchtig auf die Rückkehr ihrer ersten großen Liebe David, der in Indien für “Ärzte ohne Grenzen“ arbeitet.
Wie ist das für Lotta, als David nach fast zwei Jahren Abwesenheit als Überraschungsgast pünktlich zu ihrem Geburtstag auftaucht?
Preuß: Gar nicht so einfach. Lotta hat sich nach dieser langen räumlichen Trennung etwas entliebt und fühlt eine Distanz zu David; sich wieder anzunähern, ist für beide eine große Herausforderung. Das ist überhaupt das Thema dieser Folge: Wie funktioniert Partnerschaft nach so langer Zeit der Trennung? Zwar hatten die beiden aufgrund der modernen Medien ständig Kontakt, aber das ist natürlich nicht vergleichbar mit einer normalen Beziehung “vor Ort“. Lotta möchte sich aber nun erst recht ernsthaft dem Projekt Beziehung stellen.
Was hat Lotta vor?
Preuß: Lotta hat Angst, zu heiraten und zusammen mit dem Partner in einem Einfamilienhaus zu leben. Und obwohl sie diese heile Welt nie wollte, ist sie fest entschlossen, das Zusammenwohnen auszuprobieren, allerdings eher als Experiment auf Zeit.
Zusammenwohnen auf Zeit, wäre das auch für Sie ein Konzept, Frau Preuß?
Preuß: Auf gar keinen Fall. Das wäre in meiner Vorstellung so ungefähr der absolute "Worst Case". Auch House-Sitting käme für mich nicht in Frage. Das ist so eine Schnapsidee von Lotta – eben ein typisches Lotta-Konzept.
Stimmen Sie dem bekannten Sprichwort zu: "Gegensätze ziehen sich an"?
Preuß: Das kommt ganz auf die Gegensätze an. In diesem Fall stimmt das vielleicht schon: Lotta mag an David, dass er ihr direkt seine Meinung sagt und sie immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Und sie schaffen es, sich gegenseitig auf lustige Art und Weise einen Spiegel vorzuhalten. Vielleicht idealisiert Lotta auch die Beziehung zu David, da alles so extrem romantisch angefangen hat.
Wieviel Josefine Preuß steckt in Lotta?
Preuß: Gott sei Dank nicht so viel. Lotta zu sein, ist manchmal sehr anstrengend (lacht). Sie wirkt ständig wie angetrieben und ist immer auf Trab. Beim Dreh muss ich immer ganz viel rumrennen, denn Lotta geht eigentlich nie, da sie immer unter Strom steht und ständig zu spät dran ist. Ich selbst bin weitaus ruhiger und gehe eher gemütlich – weil ich für alles auch mehr Zeit einplane als Lotta. Aber ich hätte Lotta sehr gern als Freundin.
Wie würden Sie damit umgehen, wenn Ihr Single-Vater eine neue Partnerin hätte, noch dazu die Mutter des eigenen Freundes?
Preuß: Für mich wäre das der zweite absolute "Worst Case". Da liebe und bewundere ich meine Eltern, die gefühlt seit 150 Jahren zusammen sind. In meinem Privatleben wird das nie vorkommen – vesprochen. Aber irgendwie gibt es zwischen den zwei Paaren auch Parallelen: Beide erleben einen zweiten Frühling, die einen, weil sie lange getrennt waren, die anderen, weil sie lange nicht mehr verliebt waren. Beide Paare idealisieren ihre Beziehung und wollen es unbedingt schaffen, egal, ob es passt oder nicht. Keiner der vier möchte sich ein Scheitern eingestehen. Doch schlussendlich scheitern sie alle und werden keine gemeinsame Zukunft haben.
Empfindet Lotta das genauso?
Josefine Preuß: Ein bisschen schon – Lotta wird plötzlich klar, dass sich David und seine Mutter gar nicht so unähnlich sind. Sie sieht plötzlich, dass sich David in sie verliebt hat, da sie Ähnlichkeiten mit seiner eigenen Mutter hat, etwas flippig und rote Haare. Aber ich finde solche Geschichten ganz toll. Lotta ist ein interessanter und chaotischer Charakter. Ich mag die Reihe "Lotta" als "feel-good-movie".
Vorher wurde die Rolle des David von Hanno Koffler verkörpert. War das im Zusammenspiel ein Unterschied oder eine besondere Herausforderung für Sie?
Preuß: Für mich als Darstellerin von Lotta machte das gar keinen Unterschied, im Gegenteil, es hat mir vielleicht sogar eher geholfen, die Entfremdung und Distanz zwischen Lotta und David glaubhaft darzustellen. Für Golo war der Einstieg sicherlich schwieriger, aber er hat es hervorragend gemacht.
Was wünschen Sie sich für Lotta?
Preuß: Lotta ist zwar insgesamt zielstrebiger geworden, aber sie soll so chaotisch bleiben, wie sie war, wie ein Elefant im Porzellanladen. Ich mag ihr Helfersyndrom und dass sie so ein Sturkopf ist und immer ihren Willen durchsetzen will. Lotta darf nie ankommen.
Das Interview führte Silvia Schumacher.

Vorwort von ZDF-Redakteur Alexander S. Tung
Die Geschichte um Lotta Brinkhammer, gespielt von Josefine Preuß, geht in eine neue Runde! Die ehemalige Altenhelferin, die inzwischen ein Medizinstudium begonnen hat und Mutter geworden ist, will nun den nächsten Schritt auf ihrem Lebensweg angehen. Das anstrengende Medizinstudium jongliert Lotta ebenso mit sympathisch-chaotischem Grundrauschen wie ihre Rolle als alleinerziehende Mutter. Doch als ihr Freund David überraschend aus Indien zurückkehrt, wo er als Arzt humanitäre Hilfe geleistet hat, steht sie nun plötzlich vor der Frage, ob und wie sie in einer Partnerschaft leben soll. Und obwohl sich Lottas Nackenhaare bei dem Wort "Familie" aufstellen, möchte sie sich auch dieser Herausforderung unbedingt stellen. Wie immer bei der eigenwilligen Lotta läuft nicht alles glatt, und es ergeben sich überraschende Wendungen, die beim geschätzten Publikum für viel Freude sorgen werden.
Josefine Preuß porträtiert ihre quicklebendige Figur "Lotta" überzeugend als charismatisches und unübersehbares Geschöpf mit Kanten und voller Gegensätze – sie ist gleichzeitig rotznasig und liebeswert, ungestüm und ein­fühlsam, naiv und auf eine besondere, sehr zeitgemäße Art weltweise. Es gibt auch ein Wiedersehen mit dem Rest der Familie Brinkhammer, allen voran Vater Meinolf (Frank Röth) und Bruder Sebastian (Bernhard Piesk). Golo Euler spielt auf sehr gewinnende Weise Lottas Freund David, der oft nicht mit dem Tempo des rothaarigen Wirbelwinds mitkommt. Der glänzende Cast wird ergänzt durch Hans-Werner Meyer, der als berühmte und bekannte Arzt-Koryphäe ein vielschichtiges Gegenbild zur Titelheldin darstellt. Burgschauspieler Branko Samarovski verkörpert zupackend und anrührend zugleich den Lebenskünstler Paul Ostern, den Lotta unter ihre Fittiche nimmt. Fanny Stavjanik schließlich spielt erneut Davids Mutter Katharina, die ebenfalls für gewisse Turbulenzen in Lottas Leben sorgt.
Erneut hat Autor Sebastian Orlac in seinem Drehbuch aufgezeigt, wie nah Ernst und Leichtigkeit im Leben nebeneinander liegen. Regisseur Joseph Orr, ein versierter Comedy-Routinier, hat Lottas viertes TV-Abenteuer turbulent inszeniert. Erneut zeichnet auch wieder Komponist Ali N. Askin für die Musik verantwortlich, die der Reihe ihren unverwechselbaren musikalischen Fingerabdruck verleiht.

Der vierte Teil der Lotta-Reihe sollte visuell und inhaltlich nahtlos an die Vorgänger anknüpfen, aber auch einen neuen Impuls setzen. Wir hatten das Glück, uns wieder auf Josefine Preuß als große Sympathieträgerin verlassen zu dürfen. Jetzt musste nur noch die richtige Idee her.
Lotta wurde bereits mit dem Tod, dem Leben und der Liebe konfrontiert. Eine Kombination aus allem hätten wir gerne in Indien gedreht – auf die Bollywood-typischen Tanzeinlagen wollten wir jedoch verzichten! Also mussten wir einen neuen Ansatz finden.
Viele Filme enden damit, dass die Protagonistin ihr großes Ziel erreicht und glücklich ist. Was passiert aber danach? Lotta hat eine Haltung, die besonders Autoritäten zu spüren bekommen, aber kein erklärtes Ziel. Sie geht allen Konventionen zum Trotz in abgeschnittenen Jeans und Boots einfach ihren Weg und lässt sich vom Leben tragen. Manchmal muss aber auch ein Wirbelwind eine Pause machen und zu einer leichten Brise werden. Diesen Moment erzählen wir, beziehungsweise es sind eigentlich ganz viele kleine Momente, die wir erzählen: Mal liegt Lotta im Krankenhaus, und in ihrem Gesicht spiegeln sich alle Sehnsüchte einer jungen Frau wider, mal lauscht sie im idyllischen Park der Geschichte eines obdachlosen Einzelgängers und muss gezwungenermaßen Parallelen zu ihrem Leben ziehen. Herzergreifend ist die Szene, als Lottas Tochter sie mit einem schönen Schmetterling vergleicht. Letzten Endes sind es diese kleinen Augenblicke, die das wahre Leben ausmachen.
Filmreihen versprechen eine gewisse Kontinuität, sei es in den Rollen, bei den Settings oder in der Themenwahl. Das Besondere an der Lotta-Reihe ist jedoch das Gefühl, Teil einer Großfamilie zu sein, die sich immer wieder in unterschiedlichen Konstellationen zusammenfindet. Und so ist es nicht verwunderlich, dass der Dreh eher einem Familienfest als Arbeit gleicht: Man lacht, weint, hält zusammen. Das nächste Fest steht schon vor der Tür und ich freue mich darauf.

Stab
Buch: Sebastian Orlac; Kamera: Marco Uggiano; Musik: Ali N. Askin; Produzenten: Corinna Marx, Dr. Ronald Gräbe, Novafilm; Regie: Joseph Orr, Redaktion: Alexander S. Tung, Alexander Bickel               
                                           
Die Rollen und ihre Darsteller
Lotta Brinkhammer: Josefine Preuß; David Bülow: Golo Euler; Paul Ostern: Branko Samarovski; Meinolf Brinkhammer: Frank Röth; Katharina Bornemann: Fanny Stavjanik; Sebastian Brinkhammer: Bernhard Piesk; Lilo: Cloé Heinrich; Professor Bieler: Hans-Werner Meyer; Mona: Carol Schuler; Verena: Rosa Enskat; Marlies Brinkhammer: Vera Baranyai; Gritt: Nadine Wrietz; Sachbearbeiter: Christoph Zrenner; Dr. Reddy: Selam Tadese; Baggerfahrerin: Julia Blankenburg; Herr Rüter: Till Butterbach; Reporterin: Luise Weiß und ander

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Laut c u wurde der Produktionsstart in den Juni verschoben.

Drehbeginn: 05.06.2014
Drehende: 07.07.2014

Tinkerbeline hat gesagt…

Oh, tatsächlich. Danke für den Hinweis.
Wie schade. Hoffentlich dreht Josi zwischenzeitlich dann was anderes...

Anonym hat gesagt…

Der Sendetermin am 28.01.15 wurde verschoben (s.a. Post von Josie).
Stattdessen wird nun Helene Fischer gezeigt!
Wenn das mal nicht eine Reaktion der Verantwortlichen aufgrund ihrer Rede bei der Bambi-Verleihung ist...

Anonym hat gesagt…

Die DVD soll nun am 29.05.14 rauskommen.
Geh mal davon aus, daß der Film im TV dann 1-2 Tage vorher gezeigt wird.
Würde dann auch zu Josies Post passen.