Donnerstag, 30. April 2015

Mal süß, mal sexy (News.at)

Die Schauspielerin warf sich beim Magnum-Shooting für Ellen von Unwerth von Pose
Josefine Preuß kennt man hauptsächlich als nettes Mädchen von nebenan. Die Starfotografin Ellen von Unwerth hat die 29-Jährige nun aber von einer ganz anderen Seite beleuchtet. Für die neue Magnum-Kampagne "Moments in Pink & Black" gab sich die Schauspielerin mal süß, mal sexy. Die Bilder sind sehenswert und Josefine Preuß hat das Shooting sehr viel Spaß gemacht, wie sie im Gespräch mit News.at verrät.

Die Fotos der neuen Magnum-Kampagne "Moments in Pink & Black" wurden von Ellen von Unwerth geshootet. Die Bilder sind toll, aber man erkennt Sie teilweise gar nicht wieder.
Josefine Preuß: Super, nehme ich als Kompliment! Ich liebe es, das zu hören, denn ich habe ich mich selbst auch auf vielen gar nicht erkannt, als ich die Bilder zum ersten Mal gesehen habe. Umso toller, weil ich weiß, dass ich es bin und es Ellen von Unwerth Bilder sind.

Die Bilder sind großteils sehr sexy, war das von Anfang an die Intention?

Vor allem bei den Black Momenten spielen wir damit. Dieses Ladylike, bisschen Geheimnisvolle. Verführen, sich sexy fühlen, ein bisschen unnahbar geben… Das war geplant, aber die pinken Momente haben auch etwas Süßes, auf ihre verspielte, teils witzige Art. In der Kombi gehören die Bilder perfekt zusammen.
Das Schöne ist, wenn die Fantasie in den Köpfen stattfindet. Ellen hat so tolle, spontane Einfälle, dass man sich einfach fallen lassen kann, Spaß hat und mit der Kamera flirtet. Dadurch entstehen so tolle Bilder, das ist unglaublich. Die Frau hat einfach ein ganz genaues Auge für den richtigen Moment.

Spielte die Tatsache, dass Ellen von Unwerth eine Frau ist, beim Shooting eine Rolle? Konnten Sie sich dadurch eher fallen lassen als bei einem männlichen Fotografen?
Ich glaube ja. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt, ich habe mich aber auch auf das Shooting vorbereitet, indem ich mir Ellen von Unwerths "Revanche"-Bildbände gekauft habe, bei denen ich wusste, dass ihr Hauptmotiv Frauen sind. Einige Fotos waren süß, andere provokant. Sie hat einfach einen Blick für Frauen, sie mag Frauen, das sieht man den Bildern an. Für Ellen sind Frauen Schönheiten. Das sind wir auch, wir können ruhig sagen, dass wir das schönere Geschlecht sind. Natürlich hat es mir beim Shooting auch geholfen, dass sie selbst eine Frau ist, da man sich vielleicht ein paar Dinge mehr traut. Ich habe allerdings keinen Vergleich, da ich ein derartiges Fotoshooting noch nicht mit einem Mann hatte. Es kommt auch auf das Umfeld an und das ist bei Ellen einfach sehr, sehr professionell.

Würden Sie sich im passenden Umfeld auch für den Playboy ablichten lassen?
Nein, das kommt für mich nicht in Frage. Ich persönlich möchte mich nicht so präsentieren. Ich verstehe, wenn andere Prominente das machen. Wenn sie sich dazu entschieden haben und dazu stehen, ist das für mich völlig ok. Jeder nach seiner Façon.

In Film und Fernsehen sind Sie oftmals vor allem das "nette Mädchen von nebenan". Wie war es, sich nun von einer völlig anderen Seite zu zeigen?

Es war toll. Endlich durfte ich mich einmal so präsentieren. Diese Lady steckt doch in uns allen. Ich gehe jetzt auch auf die 30 zu und bin kein Teenager mehr. Privat fühle ich mich noch nicht ganz als Lady, aber umso schöner finde ich es, diese Facette von mir einmal zeigen zu dürfen.

Man kennt Sie vor allem aus Komödie. Sie haben in letzter Zeit aber auch ernsthaftere Rollen angenommen...
Ja, ich möchte mich so unterschiedlich wie möglich zeigen. Das Schönste für einen Darsteller ist, wenn sich keine Rolle gleicht oder doppelt. In den letzten Jahren durfte ich so viele unterschiedliche tolle Projekte machen. Ich drehe immer noch gerne Komödien, es ist die Königsdisziplin, Menschen zum Lachen zu bringen. Das ist etwas ganz ganz Tolles und auch schwer. Aber ich bin genauso dankbar, dass ich die Chance auf große, historische Mehrteiler, wie etwa dem "Adlon" bekommen habe. Das war ein ganz großer, wichtiger Schritt, damit mich die Leute auch mal anders und vor allem erwachsener wahrnehmen. Ich würde mich freuen, wenn das so weitergehen würde. Dann wäre ich wunschlos glücklich.

Wird es künftig auch wieder einmal eine Zusammenarbeit mit Elyas M'Barek geben, der ebenfalls schon für Magnum im Einsatz war?
Ich habe im Vorjahr den Kurzfilm gesehen und gedacht: Warum macht er das mit der Rosie (Huntington-Whiteley, Anm.) , da hätte er doch auch mich fragen können?! Da müssen wir Magnum fragen, warum es Rosie und nicht Josie wurde. Nein, ernsthaft, der Spot ist toll.
Eine Zusammenarbeit mit Elyas steht immer mal wieder im Raum, momentan dreht er aber gerade noch "Fuck ju Göthe 2", der glaube ich im September in die Kinos kommen soll. Aber dann müssen wir mal kucken. Ein zweiter Teil von "Türkisch für Anfänger" stand immer mal wieder im Raum. Bisher ist nichts geplant, aber wer weiß, was kommt.

Zurück zu Ellen von Unwerth. Sie hat auch Conchita Wurst für den Life Ball abgelichtet. Wie gefallen Ihnen die Bilder?

Ich bin ein riesiger Gustav Klimt Fan. Der Kuss ist einfach ein wunderschönes Bild. Auch Conchitas Plakat ist ganz toll. Natürlich auch die Botschaft darunter. Ich kenne Conchita leider nicht persönlich, würde ihr aber gerne mal begegnen, sie ist ein beeindruckender Mensch. Wir sind im 21. Jahrhundert! Ich finde es toll von Ellen, die Leute zum Denken anzuregen. Feminismus oder Frauenquote schön und gut, aber es sollte nie ums Geschlecht gehen, sondern um den Menschen an sich. Punkt.

Josefine Preuß empfiehlt:
Song: Zuletzt habe ich die Platte von Nana Mouskouri mit Quincy Jones neu entdeckt.
Buch: Schwimmen mit Elefanten von Yoko Ogawa
Film: Big Eyes von Tim Burton
Serie: Die Wiederholungen von Türkisch für Anfänger
Getränk: Hausgemachte Limonaden
Gericht: Tapas
Lokal: Mein Lieblings-Tapas-Restaurant. In Wien jedes Restaurant in dem es Paradeiser gibt.
App: Solitäre
Ein Kraftort: Meine Couch
Erlebnis: Eis essen beim Shooting mit Ellen von Unwerth
Reiseziel: Viele, die ganze Welt.

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