Donnerstag, 31. März 2016

So war der Kuss mit einer Frau (GALA)

In "Lotta & der dicke Brocken" muss Josefine Preuß eine Frau küssen. Wie sich das angefühlt hat, erzählte sie im Gespräch mit GALA

Lotta ist zurück und damit auch Josefine Preuß in einer ihrer Paraderollen. Heute Abend läuft der fünfte Teil der beliebten Filmreihe mit dem Titel "Lotta & der dicke Brocken". Was genau dieser dicke Brocken ist und wie es für Josefine war, eine Frau zu küssen, erzählte die sympathische 30-Jährige im Interview mit GALA.

Das ist Ihre fünfte "Lotta"-Folge – Worauf können sich die diesmal Zuschauer freuen?
In dieser Folge kommen wir endlich mal wieder zu den Ursprüngen der verkorksten Familiengeschichte zurück. Lotta bewegt sich jetzt ein bisschen weg von ihrem Berufswunsch der Ärztin und rettet das Familienunternehmen vor der Insolvenz und da gibt es natürlich wieder jede Menge Missverständnisse.

Ist damit auch der große Brocken gemeint oder worauf genau spielt der Titel an?
In diesem Teil gibt es viele dicke Brocken, einer davon ist der Transport des millionenschweren Bildes, um das sie sich kümmern muss und der dann mal wieder gehörig schief geht. Der dickste Brocken allerdings ist Lotta selbst mit ihrem Helfersyndrom und ihrer Sturheit (lacht).

Wie fühlt es sich an, immer wieder in die Rolle zu schlüpfen?
Es ist durchaus von Vorteil, mit so einer Figur wie Lotta gemeinsam erwachsen zu werden. Bei ihr sind es zwar ganz andere Umstände, aber man kann die Figur ganz anders weiterentwickeln, eben weil man sie schon so sehr verinnerlicht hat. "Lotta" ist definitiv eines meiner Herzensprojekte. Diese Frau ist so cool und es gibt immer noch so viele offene Fragen. Sie kommt nie wirklich an, schlägt immer wieder Haken im Leben und ist noch lange nicht völlig erwachsen. Deswegen hoffe ich auch sehr darauf, dass wir noch ganz viele Teile drehen werden. Es wäre doch toll, wenn daraus eine lebensbegleitende Rolle entstehen würde.

Also geht es mit Lotta weiter?
Unbedingt, der Plan steht auch schon. Ungefähr im Spätsommer geht’s los und im April diesen Jahres gibt’s bestimmt schon eine neue Fassung. Ich bin auf jeden Fall für alle Schandtaten bereit.

Wie hat sich Ihre Figur über die Jahre hinweg verändert?
Die ersten Teile wusste Lotta gar nicht, wo sie überhaupt hingehört, was ihre Aufgabe ist und was ihr Beruf wird. In Teil 3 und 4 stellte sich dann heraus, dass sie Ärztin werden und Menschen helfen will. Im neuen Teil sieht sie es als ihre Aufgabe, die Familie wieder zusammen zu führen und dafür zu sorgen, dass es allen gut geht. Das ist ein großer Sprung für Lotta, denn zuvor hat sie sich nicht besonders für ihre Familie interessiert.

Sie spielen wieder eine Ärztin, durch die Hebamme haben Sie ja schon medizinische Erfahrungen gesammelt, konnten Sie darauf zurückgreifen?
Ein bisschen ja. Aber als Hebamme habe ich ja ganz andere Sachen gemacht, Lotta wird jetzt kein Kind auf die Welt bringen, sie ist ja Allgemeinmedizinerin. Dadurch, dass nur die ersten Szenen im Krankenhaus stattfinden, ist immer ein Fachberater vor Ort, der einem das schnell erklärt. Der Rest spielt dann eher in der Spedition.

Im Film gibt es einen Kuss zwischen Ihnen und Ihrer Kollegin Sylta Fee Wegmann. Wie war das?
Sylta und ich sind auch privat ganz tolle Freundinnen, wir kannten uns schon vorher, und daher war das total okay. Wir geben uns ja auch tagtäglich zur Begrüßung ein kleines Küsschen. Ich finde es toll, wenn in solchen Szenen eine große Vertrautheit besteht. Dadurch ist man viel eher in der Lage, den Schmerz und die Ablehnung darzustellen.

Wie genau liefen die Dreharbeiten für diese Szene ab?
Die Szene fand an einem See statt, zu der Zeit war es leider noch ziemlich kalt draußen, besonders natürlich das Wasser. Wir mussten den Sonnenuntergang abpassen und hatten nur zwei Kameras. Also, es war eher hektisch als romantisch.

Hat es sich anders angefühlt als mit einem Mann?
Nee, ein Filmkuss ist ein Filmkuss. Da ist es egal, ob das nun ein Mann oder eine Frau ist oder ob dich ein Hund abschleckt (lacht).

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