Samstag, 18. November 2017

Fotos "Keine zweite Chance"

Fotos: SAT.1/ Christiane Pausch



Ich durfte noch nie eine Kriminelle spielen (Sat 1)

Interview mit Josefine Preuß zu „Keine zweite Chance“

Beschreiben Sie uns kurz Ihre Rolle? Josefine Preuß: Ich spiele in „Keine zweite Chance“ die Rolle der Lydia Kern. Lydia ist ein ehemaliger Kinderstar, der einmal im Leben die falsche Abbiegung genommen hat und jetzt in den Fall des entführten Kindes von Nora Schwarz verwickelt ist.

Mit ihrem Komplizen Pavel nutzt Lydia Noras Notsituation schamlos aus und erpresst die junge Mutter. Was hat Sie an dieser „bösen“ Rolle gereizt? Genau das „Böse“! Ich durfte noch nie eine Kriminelle spielen, ich habe noch nie mit Schusswaffen hantieren dürfen. Es ist eine sehr energische Rolle. Lydia weiß genau, wie sie sich die Dinge drehen muss, damit sie zum Schluss nicht als Täter dasteht. Sie kann die vielen Menschen in ihrem Umfeld geschickt um den Finger wickeln, ist aber definitiv kein Opfer.

Im SAT.1-Film „Die Hebamme“ verkörperten Sie die tugendhafte Titelheldin. Auch sonst verbindet man sie eher mit derlei Rollen. Woran, glauben Sie, liegt das?
Ich habe keine Ahnung, warum ich vorher nie als „die Böse“ besetzt wurde. Aber vielleicht ist „Keine zweite Chance“ mein neues Bewerbungsvideo für solche Rollen. (lacht)

Also würden Sie das gerne öfter machen? Ich kann nicht sagen was ich mehr mag – ob es eher die Komödie ist, eine 90-minütig durchgehend positive Titelheldin, oder eben „die Böse“. Die Mischung macht es. Ich bin Darstellerin und fühle ich mich dann wohl, wenn keine Rolle der anderen gleicht.

Im Film geht es um eine Mutter, die all ihre Kraft einsetzt, um ihr Kind zurückzubekommen. Wie weit würden Sie für einen Menschen gehen, den Sie lieben?
Wenn ich selbst Mutter wäre, würde ich vieles, wenn nicht sogar alles für mein Kind tun. Ich glaube da entwickelt man richtige „Löwenmamakräfte“.

Als Lydia haben Sie teils actionreiche Szenen. Wie entspannen Sie nach einem solchen Drehtag? Sobald ein Drehtag vorbei ist, springe ich sofort ins Auto und fahre nach Hause. Abschminken mache ich immer Zuhause. Das ist für mich ein Ritual: Ich gehe unter die Dusche und „schminke“ nicht nur die Rolle sondern auch den Tag ab. Dann Schnuffel-Klamotten an, ab auf die Couch, eine Serie an und fertig. So kann ich am einfachsten runterkommen. Dann bin ich wieder Josefine.

Wie auch „Die Hebamme“ basiert „Keine zweite Chance“ auf einem Roman. Kannten Sie das Buch vorher? Ich finde es bei Romanverfilmungen wie bei „Die Hebamme“ und „Keine zweite Chance“ als Darstellerin nicht förderlich, den Roman vorab zu lesen. Häufig hat ein adaptierter Roman im Drehbuch eine andere Form. Es fallen Rollen weg, es kommen andere dazu. Für uns Darsteller ist das Drehbuch die „Bibel“ und darauf beziehe ich mich. Das ist meine Fassung, die ich lese und nach der wir drehen. Wenn ein Film dann ausgestrahlt wird, lese ich auch das Buch. So habe ich das bei „Die Hebamme“ auch gemacht. Ich habe das Buch erst ein Jahr später gelesen – und das war gut so. Hätte ich das Buch vorher gelesen, hätte ich „Gesa“ anders gespielt, glaube ich.

Historienroman, Thriller oder doch eher die romantische Belletristik: Welche Art von Literatur mögen Sie am liebsten? Ich lese privat sehr viel. Ich bin eine Leseratte, wie meine Mutter. Ich lege mich allerdings nicht auf ein Genre fest. Mittlerweile lese ich sehr gerne skandinavische Autoren, aber auch asiatische wie „Kafka am Strand“. Ganz verschieden – ob es Belletristik ist, ob es Biografien sind oder auch gerne mal ein guter Krimi. Horror allerdings ist nicht so meins.

„Keine zweite Chance“ ist toll besetzt. Wie war die Zusammenarbeit mit den Kollegen und dem Team bislang? Wer oder was bleibt Ihnen besonders in Erinnerung? Ich hatte immer nur vereinzelte Drehtage. Es ist für mich auch eine neue Erfahrung in ein so super eingespieltes Team einfach reingeworfen zu werden. Das war meine erste Arbeit mit Alexander Dierbach. Er ist ein super Regisseur. Er reglementiert nicht, lässt einem Freiraum und man weiß trotzdem genau, was er haben will. Auch die Kollegen sind großartig. Was mir allerdings am meisten in Erinnerung bleiben wird, sind die Erpresserszenen, in denen ich eine Waffe hochhalten durfte. Hoffentlich habe ich diese auch richtig gehalten (lacht).

Donnerstag, 16. November 2017

Abgestempelt - Gratisgeld

Endlich online verfügbar!
Die Folge "Gratisgeld" mit Josefine Preuß der Reihe "Abgestempelt".
Zu sehen bei Amazon.

Josefine Preuß drehte 2015 für die dffb-Akademieserie "Abgestempelt". "Abgestempelt" wurde Jahrgangs-übergreifend produziert und bestehet aus 8 in sich geschlossenen Folgen. Jede Folge wird von einem anderen Team produziert.
"ABGESTEMPELT - Die kurze, langweilige und deprimierende Karriere des J. Breuer" (AT) ist eine Kooperation verschiedener Studenten der DFFB und dem Genre Komödie zuzuordnen. Kurzinhalt: Berlin vergibt eine Start-Up-Förderung und die verschiedensten Menschen tauchen auf, aus den verschiedensten Gründen, um an das Geld zu kommen. Dafür müssen sie aber erst Johann überzeugen und durch die Maschinerie der Bürokratie dringen. Ein Gesellschaftsstück.

Mittwoch, 15. November 2017

Schattengrund

ZDF dreht Thriller mit Josefine Preuß nach Bestseller von Elisabeth Herrmann



Eine seltsame Erbschaft bringt die Studentin Nico Wagner (Josefine Preuß) von Berlin in ein entlegenes Dorf im Harz: Derzeit finden im Harz und in Berlin die Dreharbeiten zum ZDF-Thriller "Schattengrund" nach dem Bestseller von Elisabeth Herrmann statt. Harz-Landschaft und Harz-Mythen spielen in dem Film eine große Rolle. Elisabeth Herrmann schrieb auch das Drehbuch, Regie führt Dror Zahavi. Neben Josefine Preuß spielen Steve Windolf, Oliver Stokowski, Oliver Stritzel, Tanja Schleiff, Marie Anne Fliegel, Daniel Zillmann, Peter Kremer und andere.

Ein Besen, ein Stein, eine Streichholzschachtel und das geheimnisvoll wirkende Haus "Schattengrund": Das ist die rätselhafte Erbschaft einer verstorbenen Tante, die die Studentin Nico in das entlegene Dorf Siebenlehen im Harz bringt. Nico hat als Kind ihre Ferien hier verbracht, bis das Unglück geschah: Nicos Freundin Fili Urban starb bei einem winterlichen Ausflug der beiden Mädchen in einem still gelegten Silberbergwerk. Nun schlägt Nico die geballte Feindschaft des Dorfes entgegen, wird sie doch für Filis Tod verantwortlich gemacht. Sie hat zunächst keine Erinnerung an das damalige Geschehen. Eigentlich sollte sie den Ort besser wieder verlassen, aber ein Erdrutsch hat ihn von der Außenwelt abgeschnitten. Nico überlebt einen Anschlag auf ihr Leben. Sie muss herausfinden, wer sie umbringen wollte und wirklich Schuld an Filis Tod hat. Filis Eltern (Oliver Stokowski und Tanja Schleiff), ein dörflicher Außenseiter (Daniel Zillman) und selbst der Pfarrer (Oliver Stritzel) verhalten sich in Nicos Augen verdächtig. Einzig Leon Urban (Steve Windolf), Filis Cousin, ist auf ihrer Seite. Mit seiner Hilfe begibt sich Nico auf eine gefährliche Spurensuche.

Gedreht wird bis Mitte Dezember 2017. Produzentin ist Kerstin Schmidbauer, Constantin Television GmbH (Executive Producer: Oliver Berben). Die ZDF-Redaktion hat Günther van Endert. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Shooting Ruth Kappus

Tolle neue Fotos mit Josefine Preuß von Ruth Kappus. Weitere Bilder unter www.ruthkappus.de

Sonntag, 22. Oktober 2017

BILD (23.10.2017)

„Lass uns das anders machen als in ’nem Tatort-Krimi“ Josefine Preuß über ihr erstes Mal als TV-Kommissarin



Berlin – Polizisten-Premiere für TV-Star Josefine Preuß (31)! Im ARD-Thriller „Der 7. Tag“ spielt die zierliche Berlinerin am Montagabend eine Kripo-Kommissarin, die einen ungewöhnlichen Mord aufklären muss. Für Preuß eine ganz besondere Herausforderung, denn der Vater der Schauspielerin ist Polizist. Der Druck, da alles richtig zu machen, ist groß.

Im BILD-Gespräch sagt sie: „Mein Vater ist Polizist und ich weiß noch, wie wir zusammen Krimis geschaut haben und er sich jedes Mal darüber aufgeregt hat, was nicht der Logik entspricht.“ Das möchte Preuß in ihrer Rolle als Kommissarin Tanja Braungart jetzt besser machen. „Ich habe mir gedacht: Einmal Kommissar und zwar richtig, es soll Hand und Fuß haben. Gerade, wenn Polizisten zuschauen – nicht nur mein Papa – soll das logisch sein. Das ist mein Ansporn“, sagt Preuß.

Eine Bewerbung als neues Tatort-Gespann? Genau das wollten sie nicht, sagt die Schauspielerin: „Ich kann mir nicht vorstellen, eine neue Tatort-Kommissarin zu spielen. Ich denke da als Normalkonsument und Zuschauer. Ich gucke wirklich jeden Sonntag noch Tatort.“ Doch den Umgang mit den Ermittler-Teams dort findet sie nicht gut: „Man gibt den eingesessenen Teams wenig Zeit, zur Identifikationsfigur zu werden. Es gibt so viele neue Teams. Man hätte es dabei belassen sollen, die großen Teams zu bespielen. Gefühlt kriegt jede Kleinstadt mittlerweile ein Ermittlerduo.“

Für „Der 7. Tag“ haben sie und Henning Baum sich vorgenommen, nicht in die „Tatort“-Schiene zu rutschen.
Preuß: „Wir haben uns immer vorgenommen: Lass uns das anders machen als in ’nem Tatort-Krimi.“ Wie genau das aussehen wird, davon können sich die Zuschauer am Montagabend im ZDF überraschen lassen.

Quelle: BILD
von: Susanne Gietl veröffentlicht am

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Frankfurter Neue Presse (18.10.17)


Stadtgeflüster Josefine Preuß: "In Frankfurt meinen 30. Geburtstag gefeiert"

Die Schauspielerin Josephine Preuß kommt mit ihrem neuen Film „Vorwärts immer“ in die Kinos. Wir haben sie getroffen und gefragt, ob sie in Frankfurt feiern war.

Omnipräsent ist die Schauspielerin Josefine Preuß im Moment: Gerade ist die Komödie „Vorwärts immer“ über die ehemalige DDR in die Kinos gekommen, demnächst ist sie zudem im Fernsehen in einer Sitcom zu sehen.

Frankfurt.
Mit der Mainmetropole hat Josefine Preuß nicht viel am Hut. Aber eines wird sie wohl nie vergessen: „Ich habe hier in Frankfurt meinen 30. Geburtstag gefeiert.“ Oder besser gesagt: Was man so feiern nennen kann, denn eine der gefragtesten deutschen Schauspielerinnen stand für Dreharbeiten vor der Kamera. Damals, vor gut anderthalb Jahren, wurde der Streifen „Vorwärts immer“, der vor wenigen Tagen in die Kinos kam, produziert.

Weil der Film vor Kurzem in Frankfurt Premiere feierte und er am nächsten Tag beim hessischen Film- und Kinopreis in der Kategorie „Bester Film“ nominiert war, war die Schauspielerin zu Gast in der Stadt. Mit dabei war auch Jörg Schüttauf , der in „Vorwärts immer“ einen (falschen) Honecker gibt. „Gerade diese Nominierung finde ich schön. Denn sie ist für den besten Spielfilm. Da wird niemand herausgehoben und der Preis ginge, wenn wir ihn kriegen, dann ans Team“, sagt Preuß. Allerdings ging das Team dann doch leer aus. „Es gibt kein Verlieren oder Gewinnen. Allein die Nominierung ist der Punkt auf dem I“, sagt die Schauspielerin sehr diplomatisch.

„Vorwärts immer“ sei eine Komödie für Wessis, Ossis und Einheitskinder. „Der Film soll Spaß machen“, sagt Preuß. „Wir wollen niemandem auf die Füße treten. Denn natürlich haben unter diesem Regime auch viele Menschen gelitten.“ Aber: „Genau die Seite zeigen wir nicht, sondern wir zeigen die mutigen Stimmen, die auf die Straße gegangen sind, um für die Freiheit zu kämpfen.“ Die letzten Tage der DDR seien eine reine Witzveranstaltung gewesen, weshalb es auch Zeit gewesen sei, darüber eine schöne Komödie zu drehen.

Mit einer Komödie wurde Preuß auch bekannt – sie spielte in „Türkisch für Anfänger“ an der Seite von Elyas M’Barek . Eine erneute Zusammenarbeit mit ihm sei derzeit nicht geplant. „Er ist zurzeit vollkommen ausgelastet mit ,Fack ju Göhte’“, betont Preuß.

Eine Traum- oder Wunschrolle hat die Schauspielerin nicht. Josefine Preuß ist Realistin: „Was soll ich mir nach ,Das Adlon – eine Familiensaga’, ,Die Sacher’ oder ,Die Hebamme’ wünschen? Ich bin eher darauf gespannt, welche Angebote ich bekomme und in welcher Rolle mich die Menschen sehen wollen. Was soll ich mir noch mehr wünschen, ich bin so dankbar.“

Während „Schütti“, wie Preuß Jörg Schüttauf nennt, im Kinosaal des Cinema am Roßmarkt „Vorwärts immer“ schaut, sitzt die zierliche Frau im Foyer, trinkt einen Latte Macchiato und erzählt. „Der Film sei zudem auch noch von Hessen gefördert worden“, sagt Preuß. „Auch deshalb sind wir hier.“ Zu Hessen habe sie keinen Bezug. Zu Frankfurt auch nicht. „Wir haben hier einen Teil des Films gedreht. Alle Aufnahmen seien in geschlossenen Räumen entstanden, weil man dort alles so herrichten könne, dass es aussehe wie in der DDR.

Ausgegangen sei sie nicht in Frankfurt, dazu sei wegen der vielen Arbeit keine Zeit gewesen. „Wenn man dreht, dann dreht man, dann geht man abends nicht aus“, sagt die Mimin, die auch weiß, wann sie Pausen braucht und sich deshalb mit dem Thema Schlafen auseinandergesetzt hat. Sie verbanne alle elektronischen Geräte aus ihrem Schlafzimmer – kein Handy, kein Fernseher. „Ich will einen sauberen Schlaf“, sagt sie und erzählt, dass sie ganz viele Sachen abgedreht habe. Doch fürs Pausieren bleibe keine Zeit. „Ich beginne jetzt im November mit ,Schattengrund’, einer Romanverfilmung nach dem Buch von Elisabeth Herrmann.“

Am 23. Oktober kommt „Der siebte Tag“ im ZDF und im November eine Sitcom für ZDF Neo. „Tut mir leid“, sagt Josefine Preuß. „Nicht, dass ihr mich irgendwann satt habt.“ Nein. Ganz sicher nicht. Mehr von Josefine Preuß, bitte.
(es)

Quelle: FNP

Sonntag, 15. Oktober 2017

Samstag, 14. Oktober 2017